Gutes aus zweiter Reihe- GEORG JENSEN

Befragt man Pfeifenraucher nach bedeutenden, dänischen Serienpfeifen der letzten Jahrzehnte, hört man immer wieder den Namen Stanwell. So marktbeherrschend die Boruper Pfeifen auch gewesen sein mögen, es gab auch andere, dänische Serienpfeifen-Hersteller, nach den denen es sich umzusehen lohnt.
1954 gründete das Ehepaar JENSEN in Copenhagen eine Pfeifenproduktion in einem unscheinbaren Kellerraum.

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Per Georg Jensen fertigte auf einer selbst entwickelten Kopierfräse die eher klassischen Pfeifenformen und seine Frau kümmerte sich sowohl um den Schriftkram, als auch um die beiden Kinder, Lis und Per Georg Junior.
Die Qualität war gut, das Geschäft florierte und aus dem Kellerraum wurde eine kleine Pfeifenfabrik, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zur festen Größe wurde. In den 80er Jahren lag die Geschäftsführung in den Händen der mittlerweile erwachsenen Kinder Lis und Per Georg jr. Zu dieser Zeit fertigte man rund 2000 Serienpfeifen pro Jahr, dazu kamen Sonderserien und heute extrem gefragte und teuer gehandelte Freehands.

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Auf die Qualität und gute Ablagerung des Holzes wurde großer Wert gelegt, allerdings wurde auch gekittet, was mancher gebrauchten JENSEN heute nicht unbedingt gut zu Gesicht steht. Für das Grading verwandte man betriebsintern Schulnoten. Für den Pfeifenfreund erkennbar an den verschiedenen Schreibweisen des Namens JENSEN. Was vielleicht als originelle Idee gedacht war, führt bei Interessenten heutzutage unter Umständen zu leichter Verwirrung ( siehe Foto)

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Eine Georg Jensen in Schreibschrift zu finden, dürfte aber genauso selten sein, wie eine JENSEN mit Ebonitmundstück in den Händen zu halten. Diese beiden Merkmale blieben den „Topgrains“ vorbehalten, die Serienpfeifen tragen Acrylmundstücke. JENSENS tauchen im heutigen Angebot immer mal wieder auf. Die ungefilterten Exemplare werden dabei deutlich günstiger gehandelt, als die, in recht großer Zahl produzierten, 9mm-Filterpfeifen.

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Gute Restaurationsobjekte lassen sich auch schon einmal unter 10 Euro erwerben, Spitzenpfeifen seltener Serien kratzen aber gern mal an der 100 Euro- Marke. Dazwischen ist so ziemlich alles möglich und lohnenswert. Die Pfeifen sind durch die Bank solide und sauber gearbeitet und erfreuen mit guter Rauchbarkeit.
Endgültig geschlossen wurden die Tore bei JENSEN übrigens 2001, als der Chef, Per Georg Jensen jr., von Mac Baren als neues „Tabak Mastermind“ angeworben wurde.
Eine Position, die P.G. Jensen bis heute bekleidet.

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